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Leinenführigkeit (Kurs)

Lockere Leine in der Gruppe – entspannt gehen, auch wenn ringsum etwas los ist.

Die Leine ist kein Erziehungsinstrument – sie ist eine Sicherung

Tierschutz

Die Leine ist kein Erziehungsinstrument – sie ist eine Sicherung

Warum eine Leine im Hundetraining niemals dazu dienen darf, Gewalt auszuüben

Die Leine gehört für viele Mensch-Hund-Teams ganz selbstverständlich zum Alltag. Wir nehmen sie beim Spaziergang, auf öffentlichen Wegen, in der Stadt oder im Training.

Aber wofür ist eine Leine eigentlich da?

Ganz einfach:

Eine Leine soll sichern. Nicht bestrafen.

Sie verhindert, dass ein Hund unkontrolliert auf die Straße läuft, zu einem anderen Hund rennt, Menschen anspringt oder sich in einer Situation entfernt, die für ihn oder andere gefährlich werden könnte.

Eine Leine ist damit in erster Linie ein Sicherheitswerkzeug.

Und genau deshalb hat Gewalt an der Leine nichts verloren.

Die Leine gibt uns Sicherheit – keine Macht

Ein Hund, der an der Leine läuft, befindet sich in einer besonderen Situation.

Er kann nicht einfach ausweichen, Abstand herstellen oder sich aus einer unangenehmen Begegnung entfernen. Die Leine begrenzt seine Bewegungsfreiheit.

Das bedeutet für uns Menschen eine besondere Verantwortung.

Wir haben die Möglichkeit, über die Leine Einfluss auf den Hund zu nehmen. Aber nur weil wir es können, bedeutet das nicht, dass wir es sollten.

Rucken, Reißen, Zerren oder bewusstes Aufbauen von Druck sind keine Kommunikation auf Augenhöhe.

Und vor allem:

Eine Leine darf niemals zur Waffe werden.

„Einmal kurz rucken“ ist keine Kleinigkeit

Manchmal hört man Aussagen wie:

„Ich habe nur einmal kurz an der Leine geruckt.“

Oder:

„Der muss doch merken, dass er etwas falsch gemacht hat.“

Doch auch ein vermeintlich kleiner Leinenruck kann für den Hund unangenehm oder schmerzhaft sein – insbesondere, wenn die Kraft direkt über Halsband oder empfindliche Strukturen am Hals wirkt.

Noch wichtiger ist aber die Frage:

Was lernt der Hund dabei eigentlich?

Lernt er, ruhig an lockerer Leine zu laufen?

Oder lernt er, dass eine bestimmte Situation unangenehm wird, sobald ein anderer Hund, ein Mensch, ein Fahrrad oder etwas anderes auftaucht?

Das kann langfristig genau das Gegenteil von dem bewirken, was wir erreichen möchten.

Was soll der Hund stattdessen lernen?

Wir möchten, dass der Hund versteht:

„Eine lockere Leine lohnt sich.“

Nicht:

„Wenn ich ziehe, bekomme ich einen Ruck.“

Das ist ein großer Unterschied.

Gutes Leinenhandling beginnt deshalb nicht erst beim Ziehen.

Es beginnt damit, dass wir unserem Hund zeigen, welches Verhalten wir uns wünschen.

Zum Beispiel:

  • Orientierung am Menschen

  • freiwillige Aufmerksamkeit

  • eine lockere Leine

  • ruhiges Weitergehen

  • angemessener Abstand zu Reizen

  • Kommunikation zwischen Mensch und Hund

  • gemeinsame Lösungen für schwierige Situationen

Der Hund soll nicht einfach funktionieren, weil er Angst vor einer Korrektur hat.

Er soll verstehen, was wir von ihm möchten.

Die Leine kann sogar Kommunikation ermöglichen

Eine Leine muss nicht bedeuten: „Du darfst nicht.“

Sie kann auch bedeuten:

„Ich passe auf dich auf.“

Gerade bei unsicheren, ängstlichen oder reaktiven Hunden ist das besonders wichtig.

Wenn wir die Leine ruhig und vorausschauend einsetzen, können wir unserem Hund Sicherheit geben.

Wir können Abstand schaffen.

Wir können Situationen frühzeitig entschärfen.

Wir können verhindern, dass der Hund Entscheidungen treffen muss, die ihn überfordern.

Und wir können ihm zeigen:

„Du musst das nicht alleine regeln. Ich bin da.“

Das ist für mich eine der wichtigsten Aufgaben eines guten Hundetrainings.

Leinenführigkeit bedeutet nicht „Militärmarsch“

Ein Hund muss nicht permanent mit seinem Kopf am Knie laufen.

Leinenführigkeit bedeutet für mich nicht, dass der Hund wie eine kleine Maschine neben seinem Menschen herläuft.

Ein Hund darf schnüffeln.

Ein Hund darf stehen bleiben.

Ein Hund darf die Umgebung wahrnehmen.

Ein Hund darf sich bewegen.

Und ja – manchmal darf die Leine auch einmal auf Spannung kommen.

Entscheidend ist, wie wir damit umgehen.

Wir sollten nicht jedes Ziehen als Ungehorsam betrachten.

Denn häufig steckt dahinter etwas völlig anderes:

Der Hund möchte irgendwo hin. Er hat etwas Interessantes entdeckt. Er ist aufgeregt. Er hat Angst. Er ist überfordert. Oder er hat schlicht noch nicht gelernt, wie Leinenführigkeit funktioniert.

Unsere Aufgabe ist es dann nicht, ihn dafür zu bestrafen.

Unsere Aufgabe ist es, ihm zu helfen.

Eine gute Leine ist so wenig wichtig wie möglich

Das klingt zunächst vielleicht seltsam.

Aber eigentlich ist es ein schönes Ziel:

Die Leine wird immer weniger wichtig.

Der Hund orientiert sich freiwillig an seinem Menschen.

Der Mensch beobachtet seinen Hund.

Beide kommunizieren miteinander.

Und die Leine ist lediglich das Sicherheitsnetz im Hintergrund.

Genau so sollte es sein.

Nicht die Leine kontrolliert den Hund.

Der Mensch übernimmt Verantwortung.

Und was ist mit schwierigen Hunden?

Gerade bei sogenannten „Problemhunden“ wird gerne argumentiert, dass man mit härteren Methoden arbeiten müsse.

„Bei dem geht es nicht anders.“

Doch.

Gerade bei Hunden, die Angst, Aggression, Frust oder starke Erregung zeigen, brauchen wir keine zusätzliche Gewalt.

Wir brauchen:

Management, Abstand, Verständnis, Training und einen guten Plan.

Die Leine ist dabei ein wichtiges Managementinstrument.

Sie verhindert Situationen, in denen der Hund sich oder andere gefährden könnte.

Aber sie muss nicht dafür benutzt werden, den Hund körperlich zu maßregeln.

Ein Hund, der bereits unter Stress steht, braucht keinen zusätzlichen Druck.

Er braucht einen Menschen, der die Situation versteht und Verantwortung übernimmt.

Bei den MaulHelden gilt deshalb:

Die Leine sichert – sie bestraft nicht.

Wir trainieren gewaltfrei, fair und mit Verständnis für den Hund.

Denn wir glauben daran, dass Hunde keine Maschinen sind, die durch Druck funktionieren müssen.

Sie sind Lebewesen.

Sie lernen.

Sie kommunizieren.

Und sie verdienen es, dass wir ihnen zuhören.

Eine Leine kann Sicherheit geben.

Eine Leine kann Orientierung ermöglichen.

Eine Leine kann Situationen kontrollierbar machen.

Aber eine Leine darf niemals dazu benutzt werden, einem Hund Schmerzen zuzufügen oder ihn einzuschüchtern.

Denn Erziehung beginnt nicht mit Kontrolle.
Erziehung beginnt mit Vertrauen.

Und genau dafür stehen die MaulHelden.

Gemeinsam. Fair. Gewaltfrei.

Starke Mensch-Hund-Teams. Gewaltfreies Hundetraining in Messel und Umgebung.

Kontakt

+49 157 87886424

info@maulhelden-hundeschule.de

Adolf-Spiegel-Str. 1G
64409 Messel

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